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Es gibt Lebensphasen, in denen man allein nicht mehr klar kommt: Auseinandersetzungen in der Familie, mit dem Partner oder den Kollegen machen das Leben zur Last.
Genau in diesen schwierigen Situationen helfen Ihnen die Fachkräfte in den Beratungsstellen für Ehe-, Familien- und Lebensfragen. Es wenden sich Menschen an uns mit Ehe-, Partnerschafts- und Sexualproblemen; Menschen in Situationen von Trennung und Scheidung, mit familiären und psychischen Problemen, Schwierigkeiten im Beruf, Überlastungserfahrungen; Menschen mit Missbrauchserfahrungen; Menschen, die sich in Lebenskrisen erleben und nach dem Sinn des Lebens fragen.
In Gesprächen mit fachlich kompetenten Dritten lassen sich Konflikte oft schneller auf den Punkt bringen. Gespräche helfen Ihnen, Ursachen und Zusammenhänge von Problemen zu erkennen. Wir bieten Informations- bzw. Orientierungsgespräche an, kurzfristige Krisenintervention sowie mittel- und langfristig beratende und psychotherapeutische Begleitung. Wir beraten Einzelne, Paare und Familien.
06021 21189
eheberatung-aschaffenburg.de
Meine Kollegin Ursula Wittpoth und ich gehören zur EFL-Beratungsstelle Aschaffenburg, einem psychologischen Fachdienst der Diözese Würzburg. Wir bieten an insgesamt zwei bis drei Tagen pro Woche Beratung in der Außenstelle Alzenau an. Unser Raum befindet sich im Beratungszentrum, Marktplatz 2, über dem Vortragsraum der Stadtbibliothek. Die Terminvergabe für ein erstes Gespräch erfolgt bei der Anmeldung in unserem Sekretariat in Aschaffenburg
06021 21189.
EFL-Berater/innen haben einen Grundberuf mit einem Studienabschluss - z.B. in Psychologie, Theologie, (Sozial-) Pädagogik oder Medizin - und eine dreijährige berufsbegleitende Zusatzausbildung, die für die Beratungsarbeit qualifiziert.
Wenn wir von "Erfolg" reden, heißt das zunächst, dass wir mit den Menschen, die in Beratung kommen, über Erwartungen und Ziele sprechen. Dabei gilt es zu klären, ob diese Ziele realistisch sind und bei Paaren, ob diese Ziele zueinander passen. Wenn z.B. ein Ehepaar wegen eines schweren Konflikts in die Beratung kommt, kann es vorkommen: Der Mann wünscht sich, dass in der Ehe alles "wieder so harmonisch wie früher" wird. Die Frau aber möchte ihrem Mann deutlich machen, dass sie die Ehe für gescheitert hält und sie sich Gedanken über eine Trennung machen sollen. Beide würden also "Beratungserfolg" ganz unterschiedlich definieren. Da gilt es zunächst zu sehen, ob es auch gemeinsame Ziele gibt, bei deren Erreichung die Beraterin das Paar im Gespräch unterstützen kann.
Grundsätzlich kann eine Beratung nur erfolgreich sein, wenn Menschen aus eigener Motivation etwas erreichen oder verändern möchten. Mit "Mitgeschleppten" oder "Geschickten" kann ich als Berater in der Regel nicht arbeiten.
Wir arbeiten als Berater/innen weniger mit Ratschlägen, sondern versuchen, dass Menschen im lebendigen Kontakt mit uns Zusammenhänge von Problemen besser erkennen und andere neue Erfahrungen machen können. Paare sagen dann zum Beispiel: "So wie hier haben wir zuhause noch nie miteinander geredet."
Das ist nach Thema und Erwartung ganz unterschiedlich. Manchen Menschen hilft es schon, sich einmal mit einem Außenstehenden aussprechen zu können, um neue Ideen zu finden. Ich erlebe, dass gerade bei Paaren der Entschluss, gemeinsam unsere Stelle aufzusuchen, oft schon eine Lähmung löst und neue Energien freisetzt. Manche Menschen begleiten wir auch über ein Jahr und länger. Der Durchschnitt liegt bei ungefähr fünf bis acht Terminen.
Die Beratung wird hauptsächlich aus Kirchensteuermitteln finanziert und ist gebührenfrei. Um unser Beratungsangebot auch in Zukunft so aufrecht erhalten zu können, sind wir aber auf Unterstützung durch freiwillige Spenden angewiesen. Dafür werben wir bei den Menschen, die zu uns kommen.
Sehr dankbar sind wir der Stadt Alzenau, die den verschiedenen Beratungsdiensten die Räume am Marktplatz mietfrei zur Verfügung stellt.
Die Fragen stellte Markus Waite