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75 jähriges Jubiläum der Kolpingsfamilie Alzenau2003 feierte die Kolpingsfamilie ihr 75-jähriges Bestehen.
Dazu gab es vom 15. Oktober bis 12. November im Eingangsbereich des Alzenauer Rathauses eine Bilderausstellung über die Entwicklung der Kolpingsfamilie zu sehen, die Wilfried Huth gestaltet hat, unterstützt von Archivar Horst Simon.
Am Samstag, 18. Oktober ludt die Kolpingsfamilie alle Interessierten zum festlichen Gottesdienst und zu einer Feierstunde.
Am Sonntag, 19. Oktober organisierte die Kolpingsfamilie einen grossen Familientag, der mit einem Familiengottesdienst begann.
Am 6. November fand ein Filmabend mit dokumentarischen Ausschnitten statt, die Manfred Hofmann ausgesucht und zusammengestellt hat.
Interessiert an alten Zeiten der Kolpingsfamilie Alzenau? Lesen Sie das Interview mit Wilhelm Seipel, Gründungsmitglied der Kolpingsfamilie Alzenau, anlässlich des 75-jährigen Jubiläums.
1928 |
Kaplan Georg Riegler gründet den Katholischen Gesellenverein Alzenau, der sich später Kolpingsfamilie nennt. Vorsitzender, damals »Senior« genannt, wird Georg Fries |
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1931 |
Erhard Elbert wird Vorsitzender |
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1931 |
Eine Musikgruppe mit Gitarren-, Mandolinen- und Mundharmonika-Spielern bildet sich |
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1932, Jan. |
Der Gesellenverein zählt 36 Mitglieder. Eine Jungkolpinggruppe mit 13 Mitgliedern wird gegründet |
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1933 |
Das Christkönigshaus wird errichtet. Der Gesellenverein leistet zahlreiche Arbeitsstunden |
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1933, Juni |
Bischof Matthias Ehrenfried weiht das Christkönigshaus ein |
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1933 |
Die Nationalsozialisten gehen auf dem Gesellentag in München gegen den Gesellenverein vor. Das Christkönigshaus wird beschlagnahmt. Die Gesellen treffen sich fortan heimlich |
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1945, Aug. |
Josef Zeiger, Pfarrer Staab und Kaplan Steiger organisieren die erste Versammlung des Gesellenvereins nach dem Krieg. Zeiger ist Vorsitzender. |
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1946 |
Die Theatergruppe wird aktiv mit dem Stück »Die Wächter von Minoriten«. Fortan wird zu jedem Kolpinggedenktag ein Stück gegeben |
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1947 |
Manfred Fink wird Vorsitzender |
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1948 |
Das 20-jährige Bestehen wird festlich begangen. Das Theaterstück »Adolph Kolping - der Gesellenvater« wird aufgeführt |
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1949 |
Egon Schilling wird Vorsitzender |
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1949, Pfingsten |
Fahrt zum 100-jährigen Bestehen der Kolpingsfamilie Köln |
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1951 |
Kurt Simon wird Vorsitzender |
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1952 |
Albert Zeller wird Vorsitzender |
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1953 |
Feier des 25jährigen Bestehens der Kolpingsfamilie Alzenau. Bei der Kundgebung spricht Alfons Goppel - damals Bürgermeister von Aschaffenburg - über das Thema »Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit« |
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1954 |
Leo Deffte wird Vorsitzender |
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1958 |
Josef Zeiger wird Vorsitzender |
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1958 |
Versammlungsabende finden wieder regelmässig statt. Veranstaltungen zu Themen wie Sozialenzyklika und Betriebsverfassungsgesetz aber auch Filmabende wurden organisiert |
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1959 |
Karl Birner wird Vorsitzender |
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1960 |
Herbert Elbert wird Vorsitzender |
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1964 |
Das erste Podiumsgespräch findet im Christkönigshaus statt |
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1965 |
14 Mitglieder nehmen am Internationalen Kolpingtag in Köln teil. Motto: »In Liebe gebunden - frei für die Welt« |
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1967, Nov. |
Die Kolpingsfamilie führt das erste Mal einen Martinszug in Alzenau durch |
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1968 |
Feier zum 40-jährigen Bestehen mit Musikdarbietungen einiger Alzenauer und auswärtiger Vereine. Festvortrag von Valentin Eglauer, Familienreferent des Kolpingwerkes Köln: »Ehe und Familie - Hobby oder mehr?«. Pfarrer Hörning hielt eine Festpredigt zum Thema: »Der Laie ist Mitarbeiter an der Wahrheit« |
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1969 |
Mehrere Familien bildeten einen Familienkreis |
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1971 |
Faschingsveranstaltungen finden zweimal pro Jahr statt. Büttenreden und Tänze sind die Schwerpunkte |
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1971 |
Altpapiersammlungen werden regelmässig durchgeführt |
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1973 |
14 Mitglieder werden in die neugebildeten Jungkolpinggruppen aufgenommen |
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1974 |
Obervolta wird von der Kolpingsfamilie Alzenau durch eine grosse Altkleider- und Altpapiersammlung unterstützt |
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1975 |
Die Kolpingskapelle Alzenau wird gegründet. Erster Vorsitzender wird Wilfried Huth |
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1978, Juli |
Die Kolpingsfamilie Alzenau feiert ihr 50-jähriges Bestehen mit einem dichten Programm über zehn Tage. Der Festvortrag hält der Minister für Arbeit und Sozialordnung der Bayrischen Staatsregierung, Dr. Fritz Pirkl. |
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1978 |
Das erste Mal werden Frauen aufgenommen |
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1978 |
Kolping Alzenau errichtet den Spielplatz in der Wilmundsheimer Strasse. Zur Einweihung findet ein Fest in der »Pann« statt |
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1980 |
Kolping Alzenau unterstützt ein kirchliches Entwicklungsprojekt in Brasilien |
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1983 |
Unterstützung der Katechisten-Ausbildung in Obervolta, Afrika |
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1983, Nov. |
Festwoche zusammen mit der Pfarrgemeinde und vielen Gruppen mit Einweihung des Maximilian-Kolbe-Hauses |
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1985 |
Kolping unterstützt die Anschaffung einer Orgel im Katholisches Institut »Port Harcourt«, Nigeria, Afrika |
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1986, März |
Eine Delegation von 10 Alzenauern reist nach Port Harcourt |
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1987 |
Herbert Elbert, 27 Jahre Vorstand der Kolpingsfamilie, wird zweiter Bürgermeister von Alzenau, übernimmt den Ehrenvorsitz der Kolpingsfamilie. Die hat damals 161 Mitglieder. Zum neuen Vorstand wird einstimmig Dr. Michael Kabs gewählt. Elbert nennt die Hauptaktivitäten der Kolpingsfamilie Alzenau, was auch heute noch gültig ist:
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1987 |
Kolping sammelt Altpapier nunmehr an zentralen Stellen mit Hilfe von Grosscontainern |
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1989 |
Weiterführung der Unterstützung von Nigeria |
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1991, Okt. |
Adolph Kolping wird vom Papst in Rom selig gesprochen. Eine Gruppe aus Alzenau ist zugegen |
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1992 |
Das kirchliche Entwicklungsprojekt in Brasilien wird weiterhin unterstützt |
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1995 |
Eine weitere Kolpingjugend mit 17 jungen Menschen bildet sich |
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1995 |
Kolping und die Pfarrgemeinde beginnen wieder, einmal im Jahr, eine grosse Faschings-Prunksitzung abzuhalten |
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1995, März |
Annelie Glaab wird einstimmig zum Vorstand gewählt |
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1997, März |
15 weitere Jugendliche stossen zur Kolpingjugend |
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1998 |
Theaterstück »Ein Schuster hinterlässt Spuren«, anlässlich des 70jährigen Jubiläums, 70 Helfer, 42 Darsteller, Autoren: Annelie Glaab, Marianne Simon, Dr. Michael Kabs, Ludwig Wallinger |
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1998, Mai |
Das baufällige Christkönigshaus wird abgerissen |
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1999, Juli |
Familien ziehen in Neubauten, die auf dem Gelände des ehemaligen Christkönigshaus gebaut wurden |
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1999 |
Ein neuer Kreis aus jungen Familien bildet sich |
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2000 |
Ein Arbeitskreis »Rumänien« wird gegründet. Die Kolpingsfamilie Alzenau beteiligt sich aktiv an Hilfstransporten und Arbeitseinsätzen. Die Erlöse aus Altkleidersammlungen, Ostereierverkauf und Martinszug werden gezielt in Projekten in Rumänien eingesetzt. Die Alzenauer schicken »Süsse Päckchen« an bedürftige Kinder |
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2000, Okt. |
Eine Gruppe aus Alzenau nimmt am Kolpingtag in Köln teil |
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2001 |
Gemünden, Kolping-Diözesan-Familientag, mit vielen Teilnehmern aus Alzenau |
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2003, Juni |
Würzburg, grosser Diözesan-Familientag anlässlich des 150jährigen Bestehens von Kolping in der Diözese |
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2003, Okt. |
Festveranstaltungen zur Feier des 75-jährigen Bestehens |
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Sammlung und Scan der Bilder: Wilfried Huth.
1928 |
Kaplan Georg Riegler |
1930 |
Kaplan Schwarz |
1931 |
Kaplan Kullmann |
1932 |
Kaplan Heckelmann |
1934 |
Kaplan Franz Mayer |
1936 |
Pfarrer Otto Staab |
1951 |
Pfarrer Emil Hörning |
1960 |
Pfarrer Lorenz Wirth |
1970 |
Kaplan Hans Herderich |
1971 |
Kaplan Josef Otter |
1972 |
Kaplan Karl J. Kraus |
1974 |
Kaplan Jürgen Lennsen |
1976 |
Pfarrer Lorenz Wirth |
1977 |
Pfarrer Karlheinz Buhleier |
1999 |
Pfarrer Jan Kölbel |
Unlängst hatten Annelie Glaab, Vorstand der Kolpingsfamilie Alzenau, und Thomas Redelberger das Vergnügen, sich mit Wilhelm und Beate Seipel über die alten Zeiten zu unterhalten, was wir hier zusammengefasst wieder geben:
Wilhelm Seipel, aus der Wolfgangstrasse, ist das einzige noch lebende Gründungsmitglied des »Gesellenvereins«, der in Alzenau 1928 gegründet wurde und der sich später Kolpingsfamilie nannte. Sie seien damals etwa 25 junge Burschen gewesen und hätten sich alle zwei Wochen getroffen, anfangs beim »Neumanns Wirt«, einer Äppelwoi-Wirtschaft in der Nähe wo heute der Fränkische Hof ist. Präses war damals meist der Kaplan und der Vorstand habe »Senior« geheissen. Natürlich gab es auch bei ihnen einige junge Burschen, die als Gesellen auf Wanderschaft waren.
Er habe beim Bau des Christkönigshauses mit angepackt und das Fundament gegraben. Seipel, gelernter Maurer, hat damals auch den Richtspruch ausgerufen, der ihm trotz des hohen Alters noch voll geläufig ist: »Das neue Haus ist aufgericht', gedeckt, gemauert ist noch nicht...«.
Lange habe man sich im »Jugendheim«, wie das Christkönigshaus damals genannt wurde, nicht aufhalten können, da die Nazis 1933 das Haus für ihre Zwecke beschlagnahmt hatten. Die Gesellen hätten sich derweil heimlich weiter beim Neumanns Wirt getroffen. Die Nazis hätten damals versucht, das Kolpingbanner zu entfernen. Dies habe ein Mitglied jedoch verhindern können. Dieses alte Banner ist übrigens neulich wieder auf einem Alzenauer Speicher zum Vorschein gekommen.
Beate und Wilhelm Seipel heirateten 1937. Wegen der Kolpingzugehörigkeit wäre ihnen damals das zustehende Ehestandsdarlehen abgelehnt worden, durch Einwirkung des NSDAP Ortsgruppenleiters. »Man müsse die 'Schwarze Pest' beseitigen«, habe jener immer wieder ausgerufen. Erst durch Druck eines verwandten Bürgermeisters, wäre das Darlehen schliesslich zugewiesen worden. Seipel musste freilich zusagen, sich nicht weiter beim Gesellenverein zu betätigen, was er aber trotzdem weiter getan habe - heimlich.
Zum Werkvolk, ebenfalls eine Vereinigung junger Menschen, habe vor dem Krieg Rivalität bestanden, später sei man aber zusammen gegangen.
Bei den regelmässigen Treffen wäre oft ein kurzer Vortrag gehalten worden. Breiten Raum nahmen Lieder ein. Seipel stimmte an »Der Kolpingsgeselle von Köln am Rhein, war Priester und schuf den Gesellenverein...«. Eine Mandolinen-Gruppe habe es gegeben und Kappenabende an Fasching im »Jugendheim«. Seipel verrät, er habe über die Kolpingbrüder jeweils Vierzeiler gedichtet und zum Besten gegeben.
Wilhelm und Beate Seipel erinnern sich auch gerne an die Tagesausflüge, zum Beispiel nach Köln, zu denen regelmässig zwei Busse unterwegs waren. Hier wären auch immer die Frauen dabei gewesen, die sonst in der Regel beim »Frauenbund« organisiert waren, da im »Gesellenverein« nur Männer Zugang hatten. Sie hoben besonders die Berlinfahrt im April 1990 hervor, bei der die Kolpingsfamilie auch am Katholikentag teilnahm.
Es war eine schöne Zeit bei Kolping, die sie nicht missen wollten.
Wilhelm Seipel, im April 93 Jahre alt geworden, lächelt zum Abschied, hebt drei Finger und grüsst mit dem Kolpinggruß: »Treu Kolping«; wir antworten: »Kolping treu«.
Frühjahr 1933
Das neue Haus ist aufgericht'
Gedeckt, gemauert ist nocht nicht,
Noch können Regen, Sonnenschein
Von oben und von neben rein.
D'rum rufen wir zum Herrn der Welt
Er möge von dem Himmelszelt,
Nur Heil und Segen
Diesem Haus hier geben.
Und unser Bauherr er soll leben,
Er kann uns 50 Mark zum Besten geben,
Doch wenn er es gar nicht tut,
Ist die Hälfte auch noch gut.