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Siehe auch www.familientisch-alzenau.de
Die Erfolge im Aufbau der Spielplatz-Patenschaften beruhen auf der ehrenamtlichen Tätigkeit Vieler und der Unterstützung durch die örtlichen politisch Verantwortlichen. Am 22. Nov. 2007 wurde dazu dem Alzenauer Stadtrat ein Bericht (
PDF, 88KB) über die Spielplatz-Patenschaften überreicht und im Stadtrat vorgestellt.
Weitere Informationen:
Was sind Spielplatzpaten? (PDF, 50KB)
Protokoll Treffen der Spielplatzpaten am 20. Sep. 2007 (PDF, 75KB)
Protokoll Treffen der Spielplatzpaten am 3. April 2007 (PDF, 69KB)
Protokoll Treffen der Spielplatzpaten am 9. Okt. 2006 (PDF, 80KB)
Artikel im Main Echo vom 29. Mai 2007
Alzenau. Den neu gestalteten Spielplatz am Dr.-Ullrich-Platz hat Alzenaus Bürgermeister Walter Scharwies für sein Publikum frei gegeben. Zahlreichen Familien aus der Umgebung bot die Einweihung Anlass für ein kleines Fest.
Rund 1000 Quadratmeter Grün mit alten Bäumen - in seiner Geschichte hat der nach dem weltbekannten, in Alzenau geborenen Wissenschaftler Dr. Georg Sebastian Ullrich benannte Platz einige Funktionen gehabt, immer jedoch als Treffpunkt oder der Naherholung gedient. Bürgermeister Scharwies erinnert sich noch persönlich an Zeiten, da die Fläche als Kerbplatz diente. Gelegentlich habe auch ein Zirkus dort Station gemacht. In den vergangenen Jahrzehnten indessen war der Platz als Grünfläche gestaltet.
Nunmehr einen Spielplatz dort einzurichten, war laut Scharwies ein Wunsch von Eltern aus den umliegenden Wohngebieten. Vor vier Jahren bereits habe es erste Gespräche gegeben, den etwas abgelegenen und nur noch spärlich frequentierten Spielplatz westlich der Prischoßstraße durch eine neue, zentralere Anlage zu ersetzen.
Scharwies dankte in diesem Zusammenhang den tatkräftigen Eltern, die sowohl bei der Auswahl als auch der Montage der Spielgeräte geholfen hätten, und insbesondere dem aus der Kolpingsfamilie hervor gegangenen »Familientisch«. Diese Gemeinschaft gewährleiste bürgerschaftliche Verantwortung für den neuen Platz und sorge auch dafür, dass ehrenamtliche Paten über den Zustand der Anlage wachen.
Dank Eigenarbeit und ehrenamtlichem Einsatz konnten die Kosten für die Ausstattung nach Worten des Rathauschefs auf 50.000 Euro begrenzt werden. Bekommen hat Alzenau dafür eine Spiellandschaft, die sowohl kleinen als auch älteren Kindern Freude macht. Außer Kletterlandschaft und Spielhaus gibt es die »Klassiker« von der Schaukel bis zur Rutsche, ferner Sportgeräte und zudem noch Platz zum Toben.
»Beispielhaften Einsatz kommunaler Mittel« bescheinigte der Stadt Alzenau ein Sprecher des Familientischs. Die Eltern seien weiterhin aufgefordert, an Entwicklung und Erhalt der städtischen Spielplätze mitzuwirken. Paten geben es mittlerweile für zehn von 18 Örtlichkeiten, innerhalb eines Jahres seien insgesamt 19 Ehrenamtliche für die Aufgabe gewonnen worden. Im Oktober wolle der Familientisch dem Stadtrat das Ergebnis einer Umfrage unter diesen Helfern vorlegen, um Handlungsbedarf und Probleme aufzuzeigen.
An der Einweihungsfeier beteiligten sich unter anderem ein Kinderchor aus der Kita »Zauberwald« an der Bachstraße. Gesegnet wurde der neue Spielplatz von Dekan Jan Kölbel und Pfarrerin Susanne Trimborn. kko
| Spiel- u. Bolzplätze | Patenschaften vergeben (Stand 7.4.07) | |
| In den Mühlgärten | Susann Grasser + Jutta Heib | |
| Rillweg | Astrid Heinz | |
| Am Wingertweg | Petra von Hippel + Pfadigruppe "Eulen" | |
| Beunestr./Klostergut | Heike Rheindl + Pfadigruppe "Schwarzbären" | |
| Gelnhäuser Straße | Christine Beinenz | |
| Dr. Ullrich-Platz | Annette Jaques/Frank Weingärtner + Heike/Jens Roßkamp | |
| Wilmundsheimer Str. | Stephan Amberg | |
| Im Lenzenbühl | Günter Woltering + Thomas Röhrs | |
| Skateranlage Seestraße | Daniel Irrgang + Ben Viehl | |
| Bolzplatz Bohnäcker | bei Fa. Mercedes Kunzmann: Frau Daube | |
| noch keine Patenschaften vergeben: | ||
| Am Kahlsteg/Entengasse | nur Bolzplatz, Unebenheiten noch ausgleichen | |
| Waldpark Ruheberg | Spiel- u. Bolzplatz, Zustand o.k. | |
| Danziger Platz | Zustand o.k. | |
| Friedberger Gässchen | kleine Spielecke mit kl. Rutsche und Sand | |
| An der Hühnerhecke | Schöner Spielplatz (Hanglage – Fußweg zum Friedhof) | |
| Hauckwald | nur noch Tischtennisplatte, Reifenschwinger, Kletterbogen | |
| Am Spital | Spielecke, Herbst 2006 angelegt | |
| Leipziger Platz | Zustand o.k. | |
| Pfarrwiesen | Größter und einer der schönsten Spielplätze (ggü. Burg-P.) |
Für die Spielplätze am Meerhofsee und im Waldschwimmbad, dort wird nach GHG-Spende noch ein Spielschiff aufgestellt, sind Patenschaften nicht erforderlich, wie auch für die Kindergärten. In Alzenau mit den Stadtteilen gibt es inzwischen 41 Spiel- und Bolzplätze, darunter aus Platzgründen einige kleinere Spielecken.
Die Patenschaften erfolgen formlos und eigenverantwortlich und stellen eine Unterstützung der zuständigen Umwelt- und Gartenbauabteilung der Stadt Alzenau dar.
Über die Ausweitung auf die Ortsteile wird voraussichtlich noch 2007 nach einem Erfahrungsbericht für die Stadt Alzenau gesprochen, der im Oktober vorgelegt wird. Vorab meldete sich aus Michelbach Frau Bleistein. Sie kümmert sich um den Spielplatz am Rohrrain (Neubaugebiet).
Alzenau, den 7.4.07
f.d.R. Thomas Röhrs (Koordinator)
Familienpolitik gehört mit zu den wichtigsten Zukunftsaufgaben der Kommunen, da dort die Nähe des Staates zu den unmittelbaren Lebensbedingungen der Menschen am größten ist.
Damit neue Bündnisse und Partnerschaften für die Familien entstehen können, sind Strukturen notwendig, die den Dialog und die Zusammenarbeit aller Beteiligten fördern. Die Kolpingfamilie Alzenau sieht ihre Verantwortung als Mitglied eines großen Familienverbandes und will dem Anspruch als "Anwalt für die Familie" Rechnung zu tragen.
Ein Familien-Tisch ist ein Forum für kommunale Familienpolitik. Ziel des Familien-Tisches ist es, die politischen Maßnahmen direkt an den Interessen der Betroffenen auszurichten – statt Politik für Familien soll Politik mit Familien gemacht werden.
Das Modellprojekt "Familien -Tisch" will Familien und interessierte Bürgerinnen und Bürger mit Beteiligten und Akteuren aus allen regionalen familienrelevanten Bereichen gemeinsam an einen kommunalen runden Tisch bringen – kinderreiche Familien und Alleinerziehende ebenso wie Vertreter von Schulen und Kindergärten sowie aus Wirtschaft und Verwaltung.
Die Teilnehmenden bestimmen ihre Arbeitsschwerpunkte selbstständig auf Grundlage der regionalen Situation. Sie entwickeln praxisbezogene Lösungsansätze in Form von Projekten und setzen diese um.
Die möglichen Themen für einen Familien-Tisch sind vielfältig: Sie reichen von flexiblen Arbeitszeiten und betrieblicher Kinderbetreuung über die familiengerechte Gestaltung von Baugebieten bis hin zu familiengerechten Kulturangeboten, Tagesmütterqualifizierung und Erweiterung von Kinderbetreuungsmöglichkeiten.
Erste Spielplatzpatenschaften für Alzenau-Kernstadt wurden vermittelt.
Die Aktion wurde im Stadtrat vorgestellt und fand dort Zustimmung.
Mütter und Väter von Kleinkindern kümmern sich bei freier Zeiteinteilung
und eigenverantwortlich um "ihren" Spielplatz. Sie werden dabei von der zuständigen Gartenbauabteilung und der Kolpingfamilie tatkräftig unterstützt in ihrem Bemühen, die Spielplätze attraktiv zu halten oder deren Ausstattung weiter zu verbessern.
Erster Alzenauer Familientag mit "Informationen, Mitmachprogramm, Betreuungsangebote in Alzenau für Familien mit Schwerpunkt Kindergarten und Grundschulalter" in Kooperation mit dem Familientisch Hörstein-Wasserlos.
Einführung eines gedruckten Familienwegweisers für ganz Alzenau mit jährlicher Neuauflage. 6000 Exemplare wurden inzwischen von der Stadtverwaltung über Kindergärten, Schulen und Pfarrgemeinden verteilt bzw. sind im Rathaus abzuholen. Der Redaktionsschluss ist immer der 1.7. jeden Jahres, um Aktualität und Vollständigkeit auf Dauer zu bieten.
(siehe unter www.alzenau.de / BÜRGERnetz / Familie)
Das Konzept der Familien-Tische verfolgt vier zentrale Ziele:
V.i.S.d.P. und Ansprechpartner für Info-Material und evtl. Fragen:
Thomas Röhrs
Vorsitzender der Kolpingfamilie Alzenau
Tel. 8308, e-mail: roehrstik
compuserve.de
Rutschen, Klettern, ein Schiff steuern oder Kaufladen spielen: Eine neue Spielgerätekombination eröffnet die Möglichkeiten. Einweihung war am Samstag auf dem Spielplatz in den Alzenauer Mühlgärten. Den Anstoß gab der erst im Frühjahr gegründete »Elterntisch«, die Kolpingsfamilie unterstützt das Projekt finanziell.
17 voll ausgestattete Spielplätze oder Spielecken gibt es in der Alzenauer Kernstadt - eine recht stattliche Zahl, wie Thomas Röhrs, Kolping-Vorsitzender und auch Initiator der Elterngemeinschaft, anerkennt. Nicht überall indes entsprechen die vorhandenen Spielmöglichkeiten in Art, Umfang und Zustand auch den Vorstellungen und Bedürfnissen jener, die sie nutzen.
Mehr und bessere Spielmöglichkeiten zu schaffen, hat sich laut Röhrs gleich beim ersten Treffen des »Elterntisches« als wichtiges Anliegen der Teilnehmer erkennen lassen. Folgerichtig werde sich die Gemeinschaft zunächst diesem Schwerpunkt widmen.
Aktivposten beim ersten Projekt waren von Anfang an die beiden Spielplatzpatinnen in den Mühlgärten, Susann Grasser und Jutta Heib: Beide wirkten nicht nur an der Auswahl des Standorts und eines geeigneten Objekts mit, sondern strichen die mit Schmierereien verunzierte Sitzgruppe neu und reinigten des Weiteren die vorhandenen Wippen.
Auch künftig wollen die Patinnen über den Zustand des Spielplatzes und insbesondere der Neuanschaffung wachen. Nach Worten des Kolping-Vorsitzenden war die gewährleistete Aufsicht neben der zentralen Lage am Ausflugsweg entlang der Kahl und nahe der Innenstadt ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl des Standortes. Sicherlich aber werde der »Elterntisch« auch anderswo aktiv. Man trifft sich wieder am 9. Oktober um 19.30Uhr im Maximilian-Kolbe-Haus.
Dankbar sind die engagierten Eltern zunächst der Kolpingfamilie, die die Anschaffungs- und Montagekosten von immerhin 5400 Euro schulterte und auch ihr »Pannfest« am 17. September in den Dienst der guten Sache stellen will, sowie der Stadt Alzenau, die unter anderem zwei Arbeiter vom städtischen Bauhof als Assistenten beim Aufbau des bunten Wunderdings abstellte.
Nach Angaben von Thomas Röhrs hat die Kommune außerdem vor, im November eine Kastanie als Schattenspender auf dem Spielplatz pflanzen zu lassen. Oliver Klemt
Mit ehrenamtlichen Einsatz, aber auch mit finanzieller Hilfe verbessert der Alzenauer Familientisch die Situation auf den Spielplätzen.
Zum ersten Arbeitstreffen des Familientisches Alzenau-Kernstadt zum Thema Spielplatzpatenschaften hatten die Verantwortlichen der Kolpingfamilie eingeladen. Immerhin neun Personen waren der Einladung gefolgt.
Zusammen mit dem Leiter der städtischen Gartenbauabteilung, Joachim Rüth, der aus seiner langjährigen Erfahrung gute Hinweise geben konnte, wurden von den Teilnehmern erste Verbesserungen für die Spiel- und Bolzplätze im Kernstadtbereich in Angriff genommen.
Familientisch-Koordinator Thomas Röhrs berichtete von dem Angebot der Kolpingfamilie an die Stadt Alzenau, neben der Vermittlung von Spielplatzpatenschaften auch finanzielle Unterstützung für zusätzliche Spielgeräte leisten zu wollen.
Diesem Angebot ist als Vorschlag die Vereinbarung der Stadt Kempen am Niederrhein für Spielplatzpatenschaften beigefügt worden, mit der Bitte um Prüfung, ob in ähnlicher Form eine solche Vereinbarung auch in Alzenau realisiert werden kann.
Die Anregung von zwei Müttern aus dem Wohngebiet der Mühlgärten wurde aufgenommen, den Spielplatz an der Kahl mit Spielgeräten für Kleinkinder auszustatten. Für das Problem, dass im Sommer dort keinerlei Schatten für die große Sandfläche vorhanden ist, konnte indes noch keine Lösung gefunden werden. Erfahrungen in Hörstein zeigen, dass ein teures Sonnensegel als Rutsche gebraucht und mutwillig zerstört wurde.
In der nächsten Kolping-Sitzung wird über die Kostenübernahme im Volumen von etwa 4200 Euro entschieden.
Nach vorbereitenden Gesprächen und als Ergebnis des ersten Treffens sind für die Spielplätze Klostergut/Beunestraße, im Wingert, Wilmundsheimer Straße und dem geplanten neuen Spielplatz auf dem Dr.-Ullrich-Platz zunächst formlose Patenschaften vermittelt.
Weitere »stille« Patenschaften für den Spielplatz im Rillweg und dem Bolzplatz im Lenzenbühl, die sich seit Jahren bewährt haben, werden fortgeführt.
Eine Bestandsaufnahme der Spielplätze zeigte in einigen Punkten Verbesserungsbedarf, der in Abstimmung mit der Gartenbauabteilung angestrebt wird.
Als positiv wird die Bereitschaft von zwei Pfadfindergruppen registriert, bei der Sauberhaltung von Spielplätzen zu helfen. Immerhin müssen alleine im Stadtgebiet 17 Spiel- und Bolzplätze von der Gartenbauabteilung unterhalten werden.
In Einzelfällen sind wiederholt Verunreinigungen festzustellen und ärgerlich sei, wenn kurz nach der Säuberung wieder Zigarettenkippen, zerbrochene Flaschen und sonstiger Müll die Gesundheit von Kleinkindern gefährdet.
Weitere Patenschaften werden angestrebt, angesprochen sind nicht nur Eltern von Kleinkindern, sondern auch deren Großeltern oder Anwohner. Sicher gibt es weitere »stille« Spielplatzpaten, die sich gerne melden können. Ansprechpartner ist Kolping-Vorsitzender Thomas Röhrs (06023/8308).
Der Familientisch Alzenau-Kernstadt wurde am 25.März auf Initiative der Kolpingfamilie nach dem Vorbild der KAB Hörstein gegründet.
Hörstein und Wasserlos waren die Vorreiter, nun gibt es auch im Alzenauer Stadtkern einen Familientisch. Er soll Vätern und Müttern mit gleichen Interessen an bestimmten Projekten ermöglichen, mit gebündeltem Engagement ein selbst gestecktes Ziel zu erreichen.
Schon bald, nachdem die KAB Hörstein ihre Idee für einen Familientisch öffentlich gemacht hatte, fanden sich in Hörstein und Wasserlos so viele engagierte Bürger, dass sich die angestrebte Vernetzung von Gruppen, Angeboten und Wissen sehen lassen kann.
»Ich war einige Male bei diesen Treffen«, erzählte Manfred Röhrs, Vorsitzender der Kolpingsfamilie Alzenau. Dabei habe er erkannt, dass ein Familientisch in Alzenau fehle und zum Gründungstreffen am Samstagnachmittag ins Maximilian-Kolbe-Haus eingeladen.
Neben Eltern und Vertretern von Stadt und Kindergärten begrüßte er auch Gisela und Siegbert Wieland sowie Elisabeth Görge und Stefka Huels-Träger als Verantwortliche des bereits bestehenden Familientisches. Dessen erster Erfolg sei der Familienwegweiser. Darin seien alle Angebote zusammengefasst, die für eine Familie in Hörstein und Wasserlos vorhanden sind. Als sich der Familientisch umgehört habe, was noch fehle, wurde die Errichtung eines Bolzplatzes in Angriff genommen. »Die Planung liegt mittlerweile dem Stadtrat vor«, sagte Görge.
Für Helmut Schuhmacher, Alzenaus zweiter Bürgermeister, ist die Familie »das tragfähige Netz für die Zukunft«. Als Beispiele für in Alzenau vorhandene, kinderfreundliche Rahmenbedingungen nannte er die Kindergartenplätze, die dem Bedarf entsprachen, als die Diskussion über einen Rechtsanspruch noch nicht geführt wurde. Zudem sei Alzenau eine Stadt der Schulen, so dass das jährliche Defizit zugunsten der guten sozialen Infrastruktur gerne getragen werde. »Man darf gespannt sein«, wünschte er dem neuen Familientisch alles Gute, denn es gebe sicherlich Ansätze, Familien noch stärker einzubinden.
»Für jedes Problem gibt es eine Lösung. Man darf aber nicht nur fordern, sondern muss gemeinsam effektiv dafür arbeiten«, forderte Röhrs die Zuhörer auf, Ziele zu nennen, die für den Alzenauer Familientisch wichtig seien. Dafür sollten sie vom Ist-Zustand ausgehen und sich fragen: »Was stört mich persönlich?« Danach sollten sie herausfinden, was für jeden selbst die ideale Situation wäre und eine konkrete Realisierung für Alzenau überlegen.
»Ein Wegweiser wäre gut«, meinte die Vertreterin eines Kindergartens, denn viele Eltern würden nach Vereinen fragen, in die sie ihre Kinder schicken könnten. Zusammen mit Klaus-Dieter Frühwacht, dem Jugend- und Seniorenbeauftragten der Stadt, werde zurzeit eine solche Broschüre für die Kernstadt erstellt. »Bis zur Sommerpause soll sie fertig sein. Sie wird öffentlich ausgelegt und jährlich aktualisiert«, berichtete Röhrs.
»Es fehlt ein Platz, wo Jugendliche spielen können«, meinte eine weitere Zuhörerin. Zum Thema Jugendtreffpunkt merkte Röhrs an, dass ein »Café Jugend« möglicherweise im Erdgeschoss des Alzenauer Bahnhofs eingerichtet werden könne. Angesichts der großen Teilnehmerzahl sollten die Abschlussbälle der Tanzschulen auch in Alzenau gehalten werden. »Und wir sollten eine Möglichkeit finden, das Denken wieder in normale Bahnen zu lenken«, befand ein Zuhörer. Es sei sicher wichtig, Randgruppen ins Rampenlicht zu rücken. Dabei dürften aber Familien nicht auf der Strecke bleiben.
Nachdem Inge Röhrs alle Vorhaben auf großen Tafeln notiert hatte, konnte jeder Anwesende mit drei grünen Klebepunkten zeigen, welche ihm am wichtigsten sind. Dabei lag die Bewusstseinsbildung darüber, was »normale Familie« ist, ganz vorn, dicht gefolgt von der Schaffung von Spielmöglichkeiten und einem Jugendtreffpunkt sowie dem geplanten Wegweiser. Marion Stahl
Weitere Informationen über den Familientisch in Alzenau gibt es im Internet auf der Startseite www.st-justinus-alzenau.de. Von dort geht es weiter über Verbände und Kolping zum Familientisch. Informationen über den Familientisch in Hörstein und Wasserlos sind unter www.kab.pfarrei-hoerstein.de zu finden.
Die Kolpingsfamilie Alzenau lädt alle Interessierten ein, für die Belange von Familien aus dem Alzenauer Kernbereich einen so genannten »Familientisch« zu gründen.
Der Begriff »Familientisch« steht für Treffen von Müttern und Vätern, die gleich gelagerte Interessen in einem bestimmten Projekt verfolgen. In der Ankündigung heißt es: »Die Kolpingsfamilie als Teil eines Familienverbandes mit katholischen aber auch einigen evangelischen Mitgliedern möchte mit engagierten Eltern Verbesserungen nach deren Prioritäten erzielen. Religionszugehörigkeit spielt dabei keine Rolle.«
Wenn für ein Projekt einmal Unterstützung von Kommunalpolitikern sinnvoll erscheine, werde nach entsprechender Vorarbeit ein Problem beschrieben und mit konkreten Vorschlägen gemeinsam eine Lösung gesucht. »So könnte Kommunalpolitik nicht nur für Familien, sondern auch mit Familien sichtbar werden.«
Am Samstag, 25. März, ab 15 Uhr, haben Eltern und Menschen, die es einmal werden wollen, im Saal des Maximilian-Kolbe-Hauses Gelegenheit, ihr Anliegen zu formulieren und mit einem Begriff zusammen zufassen. »Alle Anwesenden können mit einfachen Hilfsmitteln die einzelnen Begriffe gewichten, um Anliegen einer größeren Gruppe zu verdeutlichen. Große Diskussionen darüber und lange Redebeiträge sind bei dieser ersten Veranstaltung unerwünscht. Ziel ist, in maximal zwei Stunden zu einem Ergebnis zu gelangen.
Eine Kinderbetreuung steht zur Verfügung.
Die Kolpingfamilie bietet für spätere Treffen ihren Vereinsraum im Maximilian-Kolbe-Haus an. Bei Angebot und Bedarf können diese Zusammenkünfte auch im privaten Rahmen stattfinden. Wer im Familientisch mitarbeiten möchte, kann am 25. März einen Fragebogen ausfüllen, um eigene Vorstellungen und zeitliche Möglichkeiten zu erläutern.
Vorbilder Hörstein und Wasserlos
In Hörstein und Wasserlos gelang es der KAB Hörstein, engagierte Bürger zu finden, die schon Erfolge mit einzelnen Projekten vorweisen können. Nach dem ersten gedruckten Familienwegweiser für Hörstein und Wasserlos konnte mit Unterstützung einer Landschaftsarchitektin und Kommunalpolitikern die baldige Neuanlage eines Spiel- und Grillplatzes mit kleinem Fußball- und Volleyballfeld am Hörsteiner Kreisel erreicht werden. Im September 2005 konnte die Arbeiterwohlfahrt für eine neue Kinderbetreuung in der Hauptschule gewonnen werden, wo sich derzeit 27 »wilde Kerle«, so der selbst gewählte Name, aber auch Mädchen treffen.
Einige Familientischmitglieder befassen sich seit kurzem mit dem Thema »familienfreundliche Gaststätten«. Dafür sucht KAB-Vorsitzender Siegbert Wieland, der zusammen mit Ehefrau Gisela die Aktivitäten in den beiden Weinorten koordiniert, noch Ansprechpartner aus der Branche. Ein weiterer Kreis bereitet derzeit den ersten Alzenauer Familientag in der Wasserloser Hahnenkammhalle und im angrenzenden Schulgebäude vor. Mit Unterstützung der Stadtverwaltung und noch zu suchenden Sponsoren werden dann vielfältige Informationen und Aktionen für Familien zum Thema Prävention beim ersten Alzenauer Familientag am 12. November angeboten.
Nähere Informationen im Internet auch unter www.kab-pfarrei-hoerstein.de
Auszüge aus dem Familienbericht des Landratsamtes vom April 2005 (PDF, 77KB)
v.i.S.d.P.: Thomas Röhrs, Vorsitzender der Kolpingsfamilie Alzenau