Home Page St. Justinus > Jugend > Weltjugendtag
"Bayern goes Australia"Fahrt zum Weltjugendtag 2008 in Sydney, Australien
Menschen aus aller Welt treffen, ein Fest des Glaubens feiern, dem
Papst begegnen, sich mit seinem Leben und Glauben einbringen, tolle
Tage in Sydney erleben, Natur und Kultur Australiens entdecken – das
wollten drei Jugendliche / junge Erwachsene aus unserer Pfarrei: Sie
waren im Juli 2008 bei den Tagen der Begegnung in der Erzdiözese
Melbourne zu Gast und bem WJT in Sydney.
Markus Waite
Rückblick Weltjugendtag 2005Unsere beiden Gästezimmer waren für unseren Besuch hergerichtet, die Schnitzelpfanne schmorte im Ofen und wir freuten uns schon richtig auf unsere zwei Gäste. Doch aus dem ersten gemeinsamen Abend sollte nichts werden, da der polnische Bus unterwegs wegen einer Panne liegen geblieben war. Wir waren schon ein bisschen enttäuscht.
Am nächsten Morgen (Freitag) konnten wir dann endlich "unsere Polen", Slawek (Kaplan) und Damian (Religionslehrer und passionierter Musiker), in Empfang nehmen. Es wurde ein ausgedehntes Frühstück. Von der Verständigung her war es schon recht schwierig, da Damian nur polnisch sprach und nur Slawek sich etwas englisch verständigen konnte, aber zum Glück halfen uns die Wörterbücher Polnisch-Deutsch bzw. -Englisch über die Sprachklippen hinweg. Obwohl die Order an die Gastgeber gerichtet wurde, die müden Pilger nicht schlafen zu lassen - sie mussten ja noch auf den Hahnenkamm wandern -, hatten wir Mitleid mit ihnen und konnten ihnen ein Ruhepäuschen nicht ausschlagen. Der Freitag schloss dann mit einem gemeinsamen Abend im Maximilian-Kolbe-Haus ab. Die Unterhaltung u.a. durch musikalische Einlagen unserer Gäste und spontane Improvisationen der Minis und des Pfarrers erfreuten die Anwesenden. Am "Laurenzia"-Muskelkater hatten einige noch länger Freude.
Am Samstag mussten alle wegen der Fahrt nach Würzburg früh aufstehen. Von unseren Gästen spürten wir an diesem Tag nichts. Nicht einmal von deren Rückkehr mitten in der Nacht bekamen wir etwas mit.
Sonntags feierten wir zusammen eine sehr feierliche Messe. Anschließend ließen sich unsere Gäste augenscheinlich von deutscher Küche überzeugen. Am Nachmittag hatte Slawek frei. Seinen Wunsch, sich Frankfurt anzusehen, erfüllten wir gerne: Immerhin sahen wir bei dieser Gelegenheit den Frankfurter Dom zum ersten Mal von innen. Den Abschluss machten wir in Sachsenhausen beim Äppelwoi mit Handkäse. Unser Gast wird an sein Erlebnis mit Frau Rauscher in der Klappergass’ wahrscheinlich noch lange denken: Dieses Frankfurter Unikum - jetzt in Gestalt einer Bronzefigur - lässt in regelmäßigen Intervallen nämlich einen kräftigen Wasserstrahl aus ihrem Mund auf ahnungslose Passanten niedergehen, so auch auf Slawek. Auf dem Nachhauseweg führte uns unser Weg noch nach Seligenstadt, nicht nur um die Einhards-Basilika zu besichtigen, sondern auch um ein Eis im herrlichen Klostergarten zu genießen. Es war ein gelungener Ausflug und wir hatten sehr viel Spaß.
Als dann am Montag die Stunde des Abschieds gekommen waren, waren wir richtig traurig, dass wir unsere Gäste schon wieder hergeben mussten. Die Gegeneinladung nach Polen wurde ebenfalls ausgesprochen - ... wer weiß?!
Die Tage der Begegnung waren jedenfalls bestens geplant und durchgeführt - das war mit sehr viel Mühe verbunden - an dieser Stelle ein großes Lob an die Organisatoren!
Gabriele und Wolfgang Huth
Wir hatten uns bereit erklärt, aus dem polnischen Mislowiec zwei Jugendliche aufzunehmen, wir hatten uns sehr darauf gefreut. Wir hatten das Glück, dass die beiden Mädchen Deutsch in der Schule gelernt hatten und wir keine Schwierigkeiten hatten uns zu verständigen. Sie waren sehr fromm, hatten vor jedem Essen gebetet, sogar vor dem Frühstück. Sie waren sehr freundlich, hilfsbereit, dankbar und sehr sauber.
Wir haben Alisia und Agnischka immer zum vereinbarten Treffpunkt gebracht. Aus gesundheitlichen Gründen konnten wir an dem gemeinsamen Freizeiten nicht teilnehmen.
Es war eine schöne Zeit, die wir den Kindern verbringen durften. Es war ein Segen Gottes!
Edith und Heinz Emge
Was hat mich am tiefsten beeindruckt?
Was hat mich am meisten gefreut?
Was mir in Erinnerung bleibt?
Hunderttausende junge Leute aus 168 verschiedenen Ländern "kamen um ihn anzubeten"! Und wir - die Minis aus Alzenau - waren live dabei! Schon die Ankunft auf dem Platz vor’m Kölner Dom war beeindruckend: Wohin man auch schaute, waren Jugendliche mit Fahnen ihrer Herkunftsländer, die singend und tanzend ihrer Freude Ausdruck verliehen.
Der Eröffnungsgottesdienst im "RheinEnergie-Stadion" in Köln brachte die WJT-Stimmung bereits am Anfang dieser Woche zu einem Höhepunkt. Zusammen mit 50.000 Leuten im Stadion und weiteren 150.000 vor dem Stadion feierten wir einen bewegenden Gottesdienst. Es war wohl das erste Mal, dass Kardinal Meisner, sowie Horst Köhler in seiner Rede durch "Laola"-Wellen zu einem kurzen Schweigen gezwungen wurden! ;-)
Gut erinnern kann ich mich auch noch an den Tag, an dem der Papst mit dem Schiff über den Rhein gefahren kam. Enthusiastisch brüllten hunderttausende "Be-ne-det-to" - und das war erst ein kleiner Vorgeschmack vom "Marienfeld-Feeling"! Die Vigil mit einer Million jungen Christen auf einem Feld zu verbringen, zu singen, zu feiern und schließlich zusammen mit dem Papst den Abschluss dieser gelungenen Woche zu begehen, das war eines der größten Highlights!
Es hat mich tief beeindruckt, dass diese vielen verschiedenen Menschen - trotz unterschiedlichster Herkunft und Kulturen - eine riesige Gemeinschaft waren! Alle waren nett, weltoffen und freundlich - sogar in manch’ brenzligen Bahnhofssituationen wurde getanzt und gesungen um die Lage zu entschärfen und der guten Stimmung keinen Abbruch zu tun! Man hatte das Gefühl, als ob man all diese Menschen schon lange kennen würde.
Ich fand es ein ungewöhnliches Erlebnis, dass so viele junge Leute ihren Glauben offen zeigen, Spaß an Gottesdiensten und am gemeinsamen Austausch finden. Denn in vielen Gemeinden scheint es heutzutage so, als ob nur noch wenige Jugendliche an Kirche, Glauben und Gott interessiert sind. Diese Veranstaltung hat eindrucksvoll bewiesen, dass es auch anders geht!
Abschließend möchte ich sagen, dass ich diese eine Woche - und da spreche ich wohl für die meisten Alzenauer Minis - nie vergessen werde und ich mich an diese vielen schönen, neuen und bewegenden Erlebnisse immer wieder gerne zurückerinnern werde!
Sabrina Glaab
beeindruckt war ich von der gigantischen masse junger leute und der wahnsinnig guten stimmung: wo man in köln auch gewesen ist, überall waren junge leute die einfach miteinander gefeiert haben und zusammen spass hatten.
getoppt wurde die masse nur noch durch die eine million menschen auf dem marienfeld: auch wenn die stimmung dort nicht so gut war, war es schon beeindruckend zu wissen, dass in nächster nähe noch eine million menschen sind, die alle eines verbindet: der glaube an gott. bei solch einem event sieht man auch, dass man mit seinem glauben nicht der einzige junge mensch ist. so kommt es mir manchmal vor: wenn man die gruppe der alzenauer minis außen vor lässt, steht man mit seinem glauben als junger mensch doch oft alleine da. auf dem wjt hat man gesehen dass es auf der ganzen welt junge menschen mit der gleichen ansicht gibt, und das war schon sehr aufbauend!
besonders beeindruckt war ich vom eröffnungsgottesdienst im rhein-energie-stadion. er zählt mit abstand zu den besten gottesdiensten, die ich je erlebt habe! wenn 50.000 junge leute zusammen einen gottesdienst feiern, hält es wirklich keinen mehr auf den sitzen. diese stimmung und begeisterung und die nicht enden wollende "laola" darf man natürlich auch nicht vergessen - einfach einmalig!
gefreut hat mich der offene umgang mit den jungen menschen aus anderen ländern: wenn man durch köln gelaufen ist, wurde man sofort von anderen jungen leuten angesprochen (oft wegen unseres banners). und selbst kontakt zu anderen leuten aufzunehmen war trotz sprachproblemen kein problem. das war schon einmalig! wer würde jetzt schon an einem normalen tag durch köln laufen und wildfremde leute spontan fragen, wo sie herkommen, und ein gespräch beginnen? keiner! aber das war während der woche kein problem.
was ist mir noch in erinnerung geblieben? natürlich das gigantische chaos bei den öffentlichen verkehrsmitteln und der essensausgabe. aber auch die langen wartezeiten wurden mit gesang und gelassenheit überbrückt. man darf natürlich auch nicht unsere odenthaler gastgeber vergessen! danke, dass ihr uns auch noch um zwei uhr nachts mit essen versorgt habt!
dazu kommen noch unzählige weitere eindrücke, die ich gar nicht alle aufschreiben kann! alles im allem eine einmalige woche, die mir sicherlich noch lange in erinnerung bleiben wird!
Matthias Sittinger
Köln war einfach gigantisch, bombastisch und überwältigend! Vor allem der Gottesdienst im Rhein-Energie-Stadion hat mich total bewegt! Es ist ein Wahnsinnsgefühl mit über 50.000 Jugendlichen aus aller Welt zu singen und "Laolas" weiterzugeben, so dass sogar der Bundespräsident eine fünfminütige Sprechpause einlegen muss ;o)
Als wir danach in der Arena mit Tausenden anderen getanzt haben, hatte ich immer das Gefühl, dass wir alle eine große Gemeinschaft sind. Jeder war so offen und gut gelaunt! Wenn wir im kleinen Kreis angefangen haben zu tanzen, wurde daraus in kürzester Zeit eine Riesenrunde aus Indern, Italienern. Brasilianern, ... Genauso aufregend war es, auf der Domplatte zu stehen inmitten von unzähligen Fahnen und jubelnden Menschenmassen! Oder mit unserem Banner (großes Lob noch mal an euch, die es gestaltet haben :o) !) durch die Straßen zu ziehen, Leute "abzuklatschen", "Autogramme" zu geben und Lieder zu singen!
Ich glaub’ aber auch, dass man in diesen Tagen die kleinen Dinge besonders schätzen gelernt hat. "Laolas" am Bahnsteig vor Freude über eine S-Bahn, die nicht(!) bis auf den letzten Millimeter überfüllt ist und anhält(!), die Freude sich nach langem Weg einfach mal setzen zu können und die Tatsache, dass auf dem Marienfeld abends noch die Sonne rausgekommen ist, sind nur wenige Beispiele!
Was mich persönlich am meisten begeistert hat, war, so viele tolle Leute aus aller Welt kennen zu lernen! Ich hab’ erfahren, dass man von Tansania zum WJT zwei Tage fliegen musste und was "Ich liebe dich" auf Chinesisch heißt. Außerdem ist es in Madagaskar normal, jeden Tag zehn bis 20 Kilometer zu laufen - für uns unvorstellbar.
Mich hat vor allem die Lebensfreude der anderen Nationen mitgerissen. Dazu ein Beispiel: Wir sind am Samstag mit dem Shuttle-Bus in Richtung Marienfeld gefahren. Alle Straßen waren verstopft. So sind wir in eineinhalb Stunden nur circa einen Kilometer vorwärts gekommen. Es war drückend heiß. Aber die Stimmung war trotzdem blendend, denn eine Gruppe aus Guatemala hat die ganze Zeit(!) Lieder angestimmt, gesungen und geklatscht; kein Anzeichen von Müdigkeit oder Stress. Sie haben gezeigt, dass man immer das Beste aus der Situation machen sollte, nur so kommt man vorwärts! Später haben wir unwahrscheinlich gejubelt, als wir es endlich geschafft haben, gemeinsam die Dachluke aufzustemmen um ein bisschen frische Luft zu bekommen!
Solche kleinen Glücksmomente werden mir bestimmt noch lange in Erinnerung bleiben. Es gab sie auch in unserer Gruppe! Sich einfach mal abends mit der Gitarre zusammen zu setzen und zu singen, Duschpartys (mit dem "Caravan of Love" :o) !), sich von Frau Bao Madagaskar ihre Tiere mittels Zeichensprache erklären zu lassen und auf dem Weg zum Marienfeld die ganze Zeit neue Lieder anzustimmen (und so gar nicht zu merken, wie weit und anstrengend der Weg noch ist ...).
Allgemein war die Musik für mich ein zentrales Element des WJT! Durch das Singen gemeinsamer Lieder (wie z.B des Ohrwurm "Venimus adorare eum") wurden Brücken zwischen den verschiedenen Nationen gebaut. Ich hab’ gemerkt, wieviel man mit Musik erreichen kann. Man vergisst langes Warten, denkt nicht mehr an die vielen Kilometer, die man noch zu laufen hat, und das Chaos am Bahnhof hält eine Zeit lang still!
Trotz einiger Organisationsprobleme hat mich der Weltjugendtag wahnsinnig begeistert! Liebe Grüße an alle die dabei waren! Wenn ich die Kokosnuss aus Kalifornien geschickt bekomme, trinke mer alle draus! :o)
Katja Roller