Alzenauer Dreiklang: Hohes Kreuz, Kirche St. Justinus, Burg

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Wallfahrten

Rückblick Wallfahrt der Pfarreien-Gemeinschaft nach Seligenstadt, 3. Okt. 2011

 
   
 
   
 
   
 
   
 
   
 
   
 
   
 
   
 
   
 
   
 
   
 
   
 
   
 
   
 
   
 
   
 
   

Alzenauer Wallfahrer mit drei BannernFußwallfahrt der Alzenauer Pfarreien nach Walldürn

Die traditionelle Wallfahrt der Pfarreien Alzenau, Hörstein und Wasserlos nach Walldürn fand dieses Jahr am Samstag, den 25.06.2011 statt.

Die Beteiligung war wieder sehr hoch, beide Busse waren bis auf den letzten Platz voll besetzt. Alle Hauptamtlichen der Pfarreiengemeinschaft waren mit dabei, bis auf Sebastian Volk, urlaubsbedingt.

Das diesjährige Motto lautete: "Unser tägliches Brot gib uns heute".

Ansprechpartner sind:

Eindrücke

 
   
 
   
 
   
 
   
 
   
 
   
 
   
 
   
 
   
 
   
 
   
 
   
 
   
 
   
 
   
 
   
 
   
 
   
 
   
 
   
 
   
 
   
 
   
 
   
 
   
 
   
 
   
 
   
 
   

Geschichte der Wallfahrt Zum Heiligen Blut

Graphik des heilig Blut Korporales von WalldürnUm das Jahr 1330 feierte in der Kirche des heiligen Märtyrers Georg in Walldürn der Priester Heinrich Otto die heilige Messe. Da er aber etwas nachlässig und unaufmerksam die heilige Handlung vollzog, stieß er den schon konsekrierten Kelch um. Darauf ergoß sich das Blut des Herr über das darunterliegende Korporale. Die Gestalt des Weines wurde so rot wie Blut und zeichnete auf dem Korporale in der Mitte das Bild des Gekreuzigten, an den Seiten aber mehrere Abbildungen, die das heilige Haupt Christi mit Dornen umwunden zeigen.

Heinrich Otto verbarg voll Schrecken das Leinentuch unter der Altarplatte. Erst kurz vor seinem Tod gab er das Geheimnis des blutigen Korporales preis, dessen Verehrung von Gott im Laufe der Jahrhunderte durch viele Wunder ausgezeichnet wurde.

Als man im Jahre 1445 das Tuch nach Rom brachte und Papst Eugen der IV seine fromme Verehrung mit einem Ablaß belohnte, war das heute längst verblichene Bild der gekreuzigten Heilands noch darauf zu sehen, wie die noch vorhandene Ablaßurkunde ausweist.

Um das Jahr 1920 wurde ein weißes Schutztuch aus Leinen hinter dem Korporale befestigt. Als man nun am 23. März 1950 das Schutztuch mit einer Quarzlampenbestrahlung untersuchte, wurde auf ihm eine Vergilbung sichtbar, die das Bild des gekreuzigten Heilands umriß. Fachleute sind der Ansicht, die Gestalt des im Gewebe des Korporales vor Jahrhunderten vertrockneten Weines habe das Durchströmen des Lichtes so behindert, daß im Laufe von drei Jahrzehnten sich diese aufsehenerregenden Vergilbungsumrisse auf dem Schutztuch abzeichnen konnten.

Die ersten großen Wallfahrten sind um 1456 bezeugt. Die außerordentliche Entwicklung der Walldürner Wallfahrt wurde von Papst Urban VIII. mit einem vollkommenen Ablaß gewürdigt.

1962 hat Papst Johannes XXIII. die barocke Wallfahrtskirche zur Basilika minor erhoben und damit ihre Bedeutung für die heutige Zeit anerkannt.

Bis auf unsere Tage hat sich die Tradition vieler Prozessionen erhalten. Heute kommen Pilger aus dem unterfränkischen Raum um Aschaffenburg und Würzburg, aus Mainz, aus der Pfalz, aus dem Saarland, aus dem Elsass und aus Nordbaden.

Die Hauptwallfahrtszeit dauert etwa 3 Wochen und beginnt am Fest der Heiligsten Dreifaltigkeit. Jährlich kommen ca. 100.000 Pilger nach Walldürn. Obwohl über Wallfahrten kaum im öffentlichen Raum gesprochen wird, nimmt die Teilnehmerzahl stetig zu, weil sich immer mehr junge Leute den Pilgergruppen anschließen.

Meditativer Text zu Prozessionen und Wallfahrten

(Autor/in unbekannt, gefunden in den Pfarrnachrichten von St. Margaretha, Kahl, 23. März 2003).

Geh!

Seit deiner Geburt bist du auf dem Weg.

Geh!

Eine Begegnung wartet auf dich.

Mit wem?

Vielleicht mit dir selbst.

Geh!

Deine Schritte werden deine Worte sein,
dein Weg dein Gesang,
deine Ermüdung dein Gebet,
dein Schweigen wird schliesslich sprechen.

Geh

mit anderen,
aber tritt heraus aus dir!
Du, der du dich von Feinden umgeben siehst,
wirst Freunde finden.

Geh,

auch wenn dein Gesicht nicht weiss,
wohin deine Füsse dein Herz führen!

Geh!

Ein anderer kommt dir entgegen
und sucht dich,
damit du ihn finden kannst.

Im Heiligtum am Ende des Weges,
dem Heiligtum im Innersten deines Herzens,
ist er dein Friede,
ist er deine Freude.

Geh!

Es ist ja der Herr,
der mit dir geht.


Letzte Änderung: 08.10.2011, © 2002-2011 Pfarrei St. Justinus Alzenau
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