Alzenauer Dreiklang: Hohes Kreuz, Kirche St. Justinus, Burg

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Der heilige Justinus

Plastik Sankt Justinus (Photo: Redelberger)Das sehr seltene Patrozinium »St. Justinus« verweist auf das hohe Alter unserer Pfarrgemeinde. Im Jahre 834 brachte Erzbischof Otgar von Mainz die Reliquien des heiligen Justinus von einer Romwallfahrt mit. Ein Teil dieser Reliquien kam an das Kloster Seligenstadt, das damals in Wilmundsheim eine Kirche errichtete. Dieser Vorgängerbau unserer heutigen Pfarrkirche stand auf dem Gelände des heutigen Alzenauer Friedhofes (daher auch die alte Flurbezeichnung »Kirchberg«). Die Benediktiner des Klosters Seligenstadt betreuten Wilmundsheim / Alzenau fast 1000 Jahre lang bis zum Jahre 1772.

Über den heiligen Justinus schreibt das Martyrologium Romanum:

»04. August: In Rom an der Tiburtinischen Straße das Gedächtnis des hl. Justinus, Priester und Märtyrer, der in der Verfolgung des Valerianus und Gallienus wegen seines hervorragenden Glaubens hochberühmt war. Er bestattet die Leiber der Märtyrer, des hl. Papstes Sixtus II., des hl. Laurentius, des hl. Hippolyt und vieler anderer Heiligen und vollendete schließlich sein Martyrium unter Kaiser Claudius im Jahre 269.«

Das Patrozinium »St. Justinus« wurde auf die in den 1750er Jahren erbaute heutige Pfarrkirche übertragen, allerdings schon bald von der Verehrung des hl. Johannes Nepomuk verdrängt, dem der rechte Seitenaltar geweiht ist. Johannes Nepomuk war Generalvikar des Erzbischofs von Prag und starb 1393, weil er sich weigerte, das Beichtgeheimnis zu brechen. Johannes Nepomuk war im 18. und 19. Jahrhundert so verehrt, dass unsere Pfarrkirche zeitweilig sogar seinen Namen trug. Erst seit 1940 ist der hl. Justinus wieder offiziell Patron der Kirche.


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