Alzenauer Dreiklang: Hohes Kreuz, Kirche St. Justinus, Burg

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Maximilian-Kolbe-Haus

Maximilian-Kolbe-Haus

Neben dem religiösen Mittelpunkt unseres Pfarrzentrums, der barocken Pfarrkirche St. Justinus, verfügt unsere Pfarrei über ein Pfarrheim, genannt Maximilian-Kolbe-Haus, in direkter Nähe zur Pfarrkirche.

Adresse

Alfred-Delp-Strasse 4

Hausverwaltung

Michael Geis, 8652
Ewald Trageser, 7314

Hausmeister

Hausmeister-Ehepaar Joyce & Rainer Dörr, 8772

Über das Maximilian-Kolbe-Haus

Das Pfarrzentrum ist in einer Festwoche vom 5. bis 12. November 1983 eingeweiht und seiner Bestimmung als Pfarrzentum übergeben worden. Hier haben die verschiedenen katholischen Vereine und Gruppen ihre Heimat gefunden und können ihre Aktivitäten entfalten. Das Haus wurde in den Jahren 1982 und 1983 erbaut. Es trägt den Namen eines polnischen Franziskanerpaters, Dr. Maximilian Kolbe, welcher im Mai 1941 im Konzentrationslager Auschwitz den Hungertod erlitt, nachdem er sich freiwillig für einen hierfür vorgesehenen Familienvater im Austausch zur Verfügung stellte.

Das Maximilian-Kolbe-Haus dient der Begegnung von Jung und Alt. Hier treffen sich sowohl unsere katholischen Verbände und Vereine als auch die Angehörigen unserer Pfarrgemeinde zu den verschiedensten Anlässen. Unserer Jugend stehen zahlreiche Räume und Einrichtungen für die Gruppenarbeit der organisierten Jugend zu sinnvoller Freizeitgestaltung zur Verfügung.

Die Gaststätte für ca. 50 - 70 Personen und ein Saal für ca. 120 - 150 Personen, je nach Bestuhlung, sowie kleinere Sitzungszimmer für ca. 10 - 50 Personen können auch Vereinen oder sonstigen privaten Gruppierungen, gegen ein Entgelt, zur Verfügung gestellt werden. Bei Bedarf steht eine moderne Kücheneinrichtung für die Bewirtung von bis zu 150 Personen zur Verfügung. Dies wird besonders gerne für Familienfeiern genutzt.

Über Maximilian Kolbe

Mit 17 Jahren schloss sich der 1894 geborene Arbeitersohn dem Franziskanerorden an. 1917 gründete er in Rom die "Miliz der Unbefleckten Empfängnis" eine geistliche Kampftruppe, mit der er hauptsächlich die Freimaurer bekämpfen wollte. 1919 kehrte er nach Polen zurück, doch statt des von ihm glühend erwarteten Einsatzes für den Ausbau seiner Miliz, musste er für zwei Jahre wegen einer Lungenschwindsucht ins Sanatorium. Zeit zum Zweifeln, Fragen, Beten, Nachdenken darüber, ob hier ein Mann seine ehrgeizigen Pläne verwirklichen will oder die Ehre Gottes sucht.

Wieder entlassen, baute er Apostolatszellen auf, gründete, um die Verbindung zwischen ihnen zu sichern, die Zeitschrift "Ritter der Unbefleckten", Erstauflage 5000 Exemplare. Damit hatte Pater Kolbe die Richtung seines Lebenswerks gefunden. Ab 1927 wuchs bei Warschau die Pressestadt der Unbefleckten, das grösste, was es damals auf dem Gebiet der Publizistik in der katholischen Kirche gab.

Für viele unverständlich, verliess er das aufblühende Werk 1930, zog nach Japan, stampfte dort ab 1931 eine der polnischen vergleichbare Pressestadt aus dem Boden, entwarf in Nagasaki Pläne für ein ganzes Netz solcher Städte im gesamten Orient. 1936 kehrte er nach Polen zurück, in seine erste Pressestadt, wo zuletzt elf periodische Veröffentlichungen erschienen, darunter als Auflagenrenner der "Ritter" mit über einer Million Exemplaren.

Dann überfielen die Nazis Polen. Am 28. Mai wurde Pater Kolbe ins KZ Ausschwitz eingeliefert. An Stelle des Familienvaters Franz Gaiowniczek ging er freiwillig in den Bunker, zum Tod durch Verhungern. Am Ende der dritten Hungerwoche wurde er durch eine Spritze umgebracht, am 14. August 1941. Papst Johannes Paul II. sprach ihn 1982 selig.


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